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Ich bin als eines von neun Kindern aufgewachsen und meine Welt war oft laut, voller Bewegung und Menschen. Schon früh wurde das Malen zu meinem Rückzugsort, zu einer kleinen Welt, die nur mir gehörte. Ein ruhiger Ort, an dem ich auftanken, mich ausprobieren und einfach sein konnte.
Kunst war für mich schon immer eine Möglichkeit, auszudrücken, wofür mir manchmal die Worte fehlen. Das Malen, Singen und Klavierspielen begleiten mich seit ich denken kann – jedes auf seine eigene Weise, um Gefühle zu verarbeiten, ihnen Ausdruck zu geben und wieder mehr bei mir selbst anzukommen.
Viele Jahre lang habe ich vor allem realistisch gemalt. Ich liebte die Herausforderung, doch mit der Zeit merkte ich, wie schnell Perfektionismus und Selbstkritik die Oberhand gewannen. Alles musste genau so aussehen wie in der Realität. Irgendwann ging es mir mehr darum, es richtig zu machen, als darum, wie es sich beim Malen eigentlich anfühlte.
Irgendwann habe ich verstanden, dass das Malen für mich genau der Ort bleiben soll, an dem ich loslassen kann.
So habe ich meinen Weg zur intuitiven und semi-abstrakten Malerei gefunden – einer Art zu malen, bei der ich mich von Farbe, Bewegung und Form leiten lasse, anstatt von Anfang an zu wissen, wie ein Gemälde am Ende aussehen wird. Ich liebe es, auszuprobieren, meiner Intuition zu folgen und zu sehen, was entsteht, wenn ich mir erlaube, nicht jedes Detail kontrollieren zu müssen.
Die Natur ist dabei eine meiner größten Inspirationsquellen. Das Meer, die Berge, Tiere, Farben und organische Formen geben mir ein Gefühl von Ruhe und Lebendigkeit und finden immer wieder ihren Weg in meine Kunst.
Ich liebe den Gedanken, dass ein Gemälde ein Gefühl bewahren kann – einen Moment, an den man sich erinnert, ohne genau zu wissen, warum.
Eine alte Erinnerung.
Ein Gefühl von Inspiration und Freude.
Eine Farbe, die deine Stimmung sofort heller werden lässt.
Ich möchte mit meinen Gemälden eine Verbindung zwischen solchen Gefühlen und den Räumen schaffen, in denen wir leben.
Denn für mich ist Zuhause mehr als nur ein Raum. Es ist ein Ort, der zu dir gehört – ein Ort, an dem du selbst entscheidest, wie du dich fühlen möchtest, wenn du durch die Tür kommst.
Und vielleicht ist genau das der Wunsch, den ich mit meiner Kunst verbinde: ein kleines Stück Gefühl, das du mit nach Hause nehmen kannst.